Metal Message Sampler 5
- Künstler: Verschiedene
- Label: -
- Genre: Pagan-Metal
- Bewertung: 7/10
- Autor: Daniel
Was dieser Herr bis jetzt erreicht hat, das sollte man schon mit Respekt würdigen. Metal Message hat sich zu einer der Adressen Nummer eins im großen weiten Musikland gemausert. Die Rede ist von Markus Eck - seines Zeichens Chefredakteur, Schreiberling und Fotograf von besagtem Internet Magazin. Nachdem 2007 der Metal Message Sampler Nummer vier erschien, kam 2008 Sampler fünf heraus. Wie schon auf seinen Vorgängern sind auch hier wieder namhafte Künstler aus den Bereichen Viking, Pagan und Black Metal von fast allen Herren Ländern vertreten. Skyforger, Lunar Aurora, Nomans Land, Wolfchant und Eluveitie gaben sich bislang auf den Metal Message Kompilationen die Ehre - um nur einige wenige zu nennen.
Besonders gut ins Auge fällt die Aufmachung mit der man sich sehr viel Mühe gegeben hat. Der Sampler präsentiert sich in einer DVD Hülle, in der ein 16-seitiges Booklet beiliegt mit Naturaufnahmen, Bandfotos, Line Up und Kontaktadressen der jeweiligen Künstler. Dafür schon mal ein dickes Plus in der Gesamtwertung. Für das Design zeigt sich wieder Digisteve.com verantwortlich, der auch schon das Cover und Layout zur Oakenshield CD anfertigte.
Auch für das Cover ließ sich Markus nicht lumpen und heuerte Ed Repka aus den vereinigten Staaten an, der schon Covers für bekannte Bands wie Megadeth, Evildead, Atheist, Defiance und Death entwarf.
Kommen wir zu den einzelnen Titeln, 13 Stück an der Zahl sind es diesmal, das es sich um einen Sampler handelt fällt es mir leichter jedes Stück einzeln unter die Lupe zu nehmen.
Den Anfang machen Fimbulvet aus Deutschland mit dem Lied Helias Bann.
Hier bekommt man schönen melodischen Pagan Metal geboten der etwas nach Menhir klingt ohne dabei wie eine billige Kopie zu wirken. Gängige Riffs abwechslungsreicher Gesang, eben typisch Thüringen.
Weiter geht es mit Hromovlad aus der Slowakei, die mir bis jetzt gänzlich unbekannt waren.
Die Slowenen gehen schon einige Spuren härter ans Werk, vor peitschende Riffs, Flöten und ein kräftiger fast geschriener Gesang der auch mal an Geschwindigkeit zulegt, so sollte Pagan Metal klingen und nicht anders. Schon allein wegen dieser Perle ist es Wert den Sampler sich zuzulegen.
Bei einem Pagan Sampler darf natürlich auch ein russischer Beitrag nicht fehlen. Also Bühne frei für Tumulus und ihrem Titel Kochevonov Plyas. Leider kann mich das Stück nicht sehr überzeugen, was sehr schade ist, da die Russen ja im Pagan Metal immer mehr zulegen. Kochevonov kling doch sehr zusammen gewürfelt, vor allem stören hier die Flöten die auch etwas fehl platziert wirken.
Da finden Dark Forest aus Kanada doch schon eher meine musikalische Nische. Mit Journey to Ever Eternal Skies liefern die Kanadier einen schön Black Metal lastigen Song ab, der zwar ehr schleppend und langsam gespielt wird so aber eine geile Atmosphäre erzeugt und auf ganzer Linie punktet.
Das diese Komplikation nicht nur Überraschungen hinsichtlich der Lieder bietet, wird mir nach Tiwaz mehr und mehr bewusst, eine brasilianische Band hätte ich auf so einer CD nicht erwartet. Aber na gut wieso nicht, auch in Brasilien gibt es gute Bands wenn man nur mal an Sepultura denkt. Tiwaz spielen sehr rauen aber auf den Punkt gebrachten Pagan Black Metal, der mich zwar nicht vom Hocker reist aber doch zu überzeugen weiß.
Nun ist auch wieder mal Deutschland mit einem Beitrag dran: Dyrathor aus Nordrhein-Westfalen die auch schon Live Erfahrung auf dem letzten Wolfszeit sammeln konnten. Im Auge des Sturms erfindet das Rad nicht neu so viel sei Gesagt, ist aber gut gemachter Pagan mit Black Metal Einfluss, der zum mit grölen einlädt.
Mit den Spaniern von Xerion geht es düsterer und auch wieder mehr Black-metallisch zu. Kalt und bedrohlich präsentieren sie ihr Stück No Pazo derruido da Existencia. Auch wenn sich der Song vom Rest abhebt ist dieser einer der Highlights.
Adorned Brood dürfte wohl einigen bekannt sein, denn die Deutschen gehören zu den großen Namen im Pagan Metal und das zu recht. Vom Gekrächz wechselt das Lied Sons of the Damned zum ruhigeren klaren Gesang der Sängerin. Hart und doch an manchen Stellen weicher. Seit 1993 treiben Adorned Brood ihr Unwesen ohne ein Anzeichen von Ermüdung.
Waylander aus Irland sind neben Adorned Brood die bekanntesten Namen die sich auf Sampler fünf eingefunden haben. As Dieties Clash wurde vom aktuellen Output der Iren entnommen und vereinigt wohl die ganze Stärke der Band. Rockige Riffs, Flötenspiel und rauer Gesang.
Hut ab für diese Songauswahl Herr Eck!
Auch für die Geschwindigkeits- Junkies wurde gesorgt, Natan aus Belgien haben die Schnelligkeit gepachtet wie mir scheint. Volkskracht schimpft sich das Teil. Was schnell begann wird von einem Ausflug in folkige Gebiete wieder etwas herunter geholt vom schnellen Ross, was nicht sonderlich stört denn dieser Part wurde sehr schön ins Licht gerückt. Allerdings bleibt das Stück vorerst im Folk Gebiet. Nach einiger Zeit geht es dann wieder Black-metallisch schnell zu.
Und wieder Deutschland diesmal Andras aus Sachsen, die mir noch gut vom Ragnaröck im Gedächtnis blieben. Episch, erhaben und melodisch so könnte man die Musik der vier Herren am besten beschreiben.
Also gut bleiben wir in Deutschland und reiten gemeinsam nach Asgard mit Obscurity welche auch keine Neulinge mehr sind und noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Mit ihrem Album Varar von dem auch dieser Song stammt, konnten sich die Deutschen über immer mehr Zuspruch freuen und das mit Recht.
So kommen wir zum Abschluss, den Vinternatt aus Belgien würdig bestreiten. De Zwarte Mis bildet die perfekte Abwechslung zwischen roher Musik und ruhiger Ambient Musik. Der Gesang erinnert mich irgendwie an Loits. Reinhören in das Stück lohnt sich auf jeden Fall.
Über die Auswahl die hier einem geboten wird kann Ich wirklich nicht meckern, hier wusste jemand was er tut. Nach dem längsten Review das ich je schreiben durfte und welches hoffentlich auch nicht das letzte ist, kann ich nur sagen das der Metal Message Sampler Nummer 5 mehr als nur empfehlenswert ist. Ich freue mich jetzt schon auf Part sechs.