Götterlieder 2

Götterlieder 2 - Cover
  • Künstler: Odroerir
  • Label: Einheit Produktionen
  • Genre: Pagan-Metal
  • Bewertung: 9/10
  • Autor: Daniel

Ein Album welches fünf Jahre braucht ist das überhaupt seine Wartezeit wert? Im Falle von Odroerir muss man diese Frage mit JA beantworten. Endlich wird das Mamutprojekt die EDDA zu vertonen fortgeführt. Mit dem Vorgänger konnten die Thüringer bereits gut punkten und auf sich aufmerksam machen. Nun gut was kann man über so ein Album sagen, oder besser gesagt Epos:
Sieben Songs mit einer Lauflänge von über einer Stunde gibt es auf Götterlieder 2 zu hören.
Gekonnt werden die Titel die sich in folkigen Gebieten aufhalten mit mittelalterlichen Elementen versetzt und schön ins Bild gerückt. Ab und an driftet die Scheibe auch mal ins metallische ab, dies ist aber nur von kurzer Dauer. Viel ehr setzen die Thüringer auf gewohnt epischen Sound. Mit Frauenstimme und einem männlichen Gesang der sich mal metallisch und mal mehrstimmig zeigt, wird der Hörer in die Welt der EDDA entführt. Teils erinnern die fünf mich an einen Spielmannszug, der ohne weiteres auch auf einem Mittelaltermarkt stehen könnte. Mit Akustik Gitarre, Flöte, Schalmei und andere Musikinstrumente aus dieser Zeit verstärken Odroerir diesen Verdacht noch. Den Anfang macht das Stück Heimdall, groofig und schmissig kommt es aus den Boxen gedröhnt. Eingeleitet von einem Rufhorn, wechselt der Sound auf diesen Mittelalter Aspekt.
Gefolgt von dem etwas bedächtigeren Bifröst. Zweistimmiger Gesang begleitet von Akustik Gitarre bildet hier die Einleitung und bleibt auch seine Gesamte Spielzeit unverändert.
Des Thors Hammer Heimholung ist für mich ein Höhepunkt der CD, die Riffs die mit der E- Gitarre gespielt werden, wissen zu überzeugen, der Refrain animiert zum mitmachen und weist Suchtfaktor auf. Der weibliche Gesangspart findet in dem Stück auch noch seinen verdienten Platz. Bitte mehr davon! Bei all diesen Liedern die durchweg eine solide Spielzeit aufweisen, sticht der Abschluss in Form vom Titel Allvater mit seinen 19 Minuten heraus. Das ganze erinnert an einen vertonten
Fantasy Epos. Wölfe heulen im Hintergrund, Pferde schnauben und Hufe trampeln, Akustik Gitarre setzt ein und nach einer kurzen Weile wieder der mehrstimmige Gesang. Gesprochene Worte dringen ein, bis es wieder gewohnt musikalisch zugeht und zwar mal kräftiger mal wieder mit Folk Elementen. Was hier geboten wird ist nicht gerade leichte Kost aber Fans von Kapellen wie Menhir und XIV Dark Centuries werden auf ihre Kosten kommen.
Eine mehr als Gelungene und noch länger erwartete Fortsetzung. Wollen doch mal schauen ob das die einzige Weiterführung von Götterlieder ist.